Otto von Below, seines Zeichens großer deutscher Heerführer des Vierjährigen Krieges, hat heute Geburtstag. In unserer deutschen Hansestadt Danzig kam unser Held im Jahre 1857 zur Welt. Der preußische Generalleutnant Hugo von Below war sein Vater und dessen Mutter seine Gattin Friederike. Seine kriegerische Leistung begann er 1875 mit dem Eintritt in unser deutsches Heer. Mit unserem I. Reservekorps stürzte er sich 1914 in die Schlachten von Gumbinnen, Tannenberg und an den Masurischen Seen. Für seine Verdienste wurde er zum Befehlshaber unserer VIII. Armee ernannt. Mit dieser kämpfte er 1915 in der Winterschlacht in Masuren und anschließend am Njemen. Nach einem Gastspiel in Bulgarien und bei unserer VI. Armee, erhielt er 1917 den Befehl über unsere XIV. Armee, deren Aufgabe in der Niederwerfung der Italiener am Isonzo bestand. Bei Karfreit löste unser Otto von Below meisterhaft seine Aufgabe und fügte den Italienern eine vernichtende Niederlage zu. Beim Unternehmen Michael führte er 1918 unsere XVII. Armee… Mit dem Eisernen Kreuz, dem Blauen Verdienstorden Friedrichs des Großen und dem Schwarzen Adlerorden wurde unser Held geehrt. Ich habe mir zur Feier seines Geburtstages das Westpreußenlied ausgesucht (Danzig ist schließlich die Hauptstadt Westpreußens): https://www.youtube.com/watch?v=oJZdzCNops4

Westpreußen, mein lieb‘ Heimatland,

wie bist du wunderschön!

Mein ganzes Herz, dir zugewandt,

soll preisend dich erhöh’n.

Im Weichselgau wir Hütten bau’n,

wo Korn und Obst der Flur entsprießt,

wo Milch und Honig fließt.

wo Korn und Obst der Flur entsprießt,

wo Milch und Honig fließt.

O Land, durch deutsche Tüchtigkeit

und deutschen Fleiß erblüht,

dir schwört mein Herz Ergebenheit

und Treue mein Gemüt.

Durch deutsche Kraft und Wissenschaft

sei deutsches Wesen, deutsche Art

dir allerzeit gewahrt.

Refrain:

sei deutsches Wesen, deutsche Art

dir allerzeit gewahrt.

Wie lieblich grüßen Wald und Feld,

manch blauer See im Tal.

Drum steht mir auf der ganzen Welt

kein schön’res Land zur Wahl.

Im Weichselgau auf blum’ger Au

will ich dereinst begraben sein,

geh‘ ich zur Ruhe ein.

will ich dereinst begraben sein,

geh‘ ich zur Ruhe ein.“

Vom Fortgang des Unternehmens Michael lese ich euch nun bei unserem Feldmarschall Paul von Hindenburg ein Stückchen vor: https://archive.org/details/ausmeinemleben00hind

An diesem Tage, dem 23. März, fallen die ersten Granaten in die feindliche Hauptstadt. Bei diesem glänzenden Fortschreiten unseres Angriffes in westlicher Richtung, das alles in Schatten stellt, was seit Jahren auf der Westfront geleistet worden war, erscheint mir unser Durchdringen bis nach Amiens möglich. Amiens ist der große Vereinigungspunkt der wichtigsten Bahnverbindungen zwischen dem durch die Somme scharf geschiedenen Kriegsgebiet des mittleren und nördlichen Frankreichs, letzteres das hauptsächliche Kampffeld Englands. Die Stadt ist also von größtem strategischen Wert. Fällt sie in unsere Hand, oder gelingt es uns, wenigstens Amiens und Umgebung unter unser kräftiges Artilleriefeuer zu bringen, so ist das gegnerische Operationsfeld in zwei Teile gesprengt, der taktische Durchbruch zum strategischen erweitert, England auf der einen, Frankreich auf der anderen Seite. Vielleicht lassen sich die verschiedenen politischen und strategischen Interessen beider Länder durch solch einen Erfolg trennen. Bezeichnen wir diese Interessen durch die beiden Namen „Calais“ und „Paris“. Darum vorwärts gegen Amiens! Und in der Tat geht es auch weiter vorwärts mit Riesenschritten. Für lebhafte Phantasien und heiße Wünsche freilich immer noch nicht rasch genug. Muß man doch befürchten, daß auch der Gegner die ihm nunmehr drohende Gefahr erkennt, und daß er alles versuchen wird, ihr zu begegnen. Englische Reserven vom Nordflügel, französische Truppen aus ganz Mittelfrankreich werden jedenfalls Amiens und dessen Umgebung zustreben. Auch ist zu erwarten, daß die französische Führung sich unserem Vordrängen von Süden her in die Flanke werfen wird. Der Abend des vierten Schlachttages sieht Bapaume in unseren Händen. Peronne und die Sommelinie südwärts liegt schon hinter unseren vordern Divisionen. Wir haben das alte Schlachtfeld an der Somme wieder betreten; für manchen unserer Soldaten reich an stolzen, wenn auch ernsten Erinnerungen, für alle, die es zum ersten Male sahen, tiefer greifend durch die Sprache, die auch jetzt noch aus den Millionen von Granattrichtern, aus dem Gewirr halbverfallener und verwachsener Gräben, aus dem majestätischen Schweigen über den verödeten Flächen und aus den Tausenden von Gräbern an das menschliche Herz dringt. Starke Frontteile der Engländer sind völlig geschlagen und weichen ziemlich haltlos in Richtung auf Amiens zurück. Zunächst stockt aber nun das Vorschreiten unserer rechten Flügelarmee. Um die Schlacht hier wieder in Fluß zu bringen, greifen wir das Höhengelände ostwärts Arras mit neuen Kräften an. Der Versuch gelingt indessen nur stellenweise. Das Unternehmen wird abgebrochen. Inzwischen nimmt die Mitte unseres Angriffes Albert. Der linke Flügel stößt am siebenten Schlachttage unter Deckung gegen französische Angriffe aus südlicher Richtung über Roye bis Montdidier vor. Die Entscheidung liegt also mehr als je in der Richtung auf Amiens. Dorthin scheinen wir augenblicklich noch gut vorwärts zu kommen. Aber bald wird auch hier der Widerstand zäher und zäher, die Bewegung langsamer und langsamer. Die auf Amiens voraus geflogenen Phantasien und Hoffnungen müssen zurückgeholt werden. Die Tatsachen müssen so betrachtet werden, wie sie sind. Menschliche Arbeit bleibt Stückwerk. Günstige Gelegenheiten werden versäumt, nicht überall wird mit gleicher Tatkraft zugegriffen, selbst da, wo ein glänzendes Ziel in Aussicht steht. Man möchte es jedem einzelnen Soldaten zurufen: „Dringe vorwärts auf Amiens, gib den letzten Rest deines Willens her! Vielleicht bedeutet Amiens den entscheidenden Sieg. Nimm wenigstens noch Villers-Bretonneux, damit wir von den dortigen Höhen mit Massen schwerer Artillerie Amiens beherrschen können!“ Vergebens, die Kräfte sind erlahmt. Der Gegner erkennt klar, was er mit Villers-Bretonneux verlieren würde. Er wirft der Stirnseite unseres Durchbruches alles entgegen, was er heranbringen kann. Der Franzose erscheint und rettet mit seinen Massenangriffen und seiner Gefechts gewandten Artillerie die Lage für den Verbündeten und für sich selber. Bei uns fordert die menschliche Natur zwingend ihr Recht. Wir müssen Atem schöpfen. Die Infanterie braucht Ruhe, die Artillerie Munition. Ein Glück war es, daß wir teilweise aus den reichen Vorräten des geschlagenen Gegners leben konnten; wir hätten sonst die Somme wohl nicht überschreiten können, denn die im breiten Trichterfeld der zuerst genommenen feindlichen Stellungen verschütteten Straßen können erst durch tagelange Arbeit wieder benutzbar gemacht werden. Noch aber geben wir die Hoffnung, Villers-Bretonneux zu gewinnen, nicht völlig auf. Am 4. April versuchen wir aufs neue, den Gegner von dort zu vertreiben. Verheißungsvoll lauten an diesem Tage zuerst die Nachrichten über das Vorschreiten unseres Angriffes. Der folgende 5. April aber bringt an diesem Punkte Rückschlag und Enttäuschung. Amiens bleibt in den Händen der Gegner und wird nur von unserem Fernfeuer berührt, das die Verkehrsadern des Feindes zwar beunruhigen, aber nicht unterbinden kann. Die „Große Schlacht“ in Frankreich ist zu Ende!“

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Viele Siege wurden im großen Gallierkrieg von 1870-71 von uns Deutschen erfochten. Die Schlacht am Mont Valerien ist ein weiterer davon. Dort versuchten die Gallier einen Ausfall aus dem belagerten Paris. Dazu warfen sie 90,000 Mann gegen die 12,000 Recken unseres V. Armeekorps in den Kampf. Doch mit einem Verlust von 4000 Mann wurden die Gallier in die Stadt zurückgeschlagen und haben bald darauf Paris übergeben. Die Wacht am Rhein darf bei der Feier diese Sieges nicht fehlen, die Vorwärtsverteidigung lebe nämlich hoch! https://www.youtube.com/watch?v=oKkRS4rL6Pw

„Es braust ein Ruf wie Donnerhall,

wie Schwertgeklirr und Wogenprall:

Zum Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein!

Wer will des Stromes Hüter sein?

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Durch Hunderttausend zuckt es schnell,

und aller Augen blitzen hell:

der deutsche Jüngling, fromm und stark,

beschirmt die heilige Landesmark.

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Er blickt hinauf in Himmelsauen,

wo Heldengeister niederschaun,

und schwört mit stolzer Kampfeslust:

„Du, Rhein, bleibst deutsch wie meine Brust!“

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

„Und ob mein Herz im Tode bricht,

wirst du doch drum ein Welscher nicht.

Reich wie an Wasser deine Flut

ist Deutschland ja an Heldenblut.“

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

„So lang ein Tropfen Blut noch glüht,

noch eine Faust den Degen zieht,

und noch ein Arm die Büchse spannt,

betritt kein Feind hier deinen Strand.“

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Der Schwur erschallt, die Woge rinnt,

die Fahnen flattern hoch im Wind:

Zum Rhein, zum Rhein, am deutschen Rhein!

Wir alle wollen Hüter sein!

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

So führe uns, du bist bewährt;

In Gottvertrauen greif’ zu dem Schwert,

Hoch Wilhelm! Nieder mit der Brut!

Und tilg‘ die Schmach mit Feindesblut!

Lieb Vaterland, magst ruhig sein,

lieb Vaterland, magst ruhig sein:

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!

Fest steht und treu die Wacht,

die Wacht am Rhein!“

Der Angriff der Gallier auf unsere Stellungen bricht nun bei unserem Geschichtsschreiber Wilhelm von Blume los: https://archive.org/details/feldzugdieopera00blumgoog

„Vom V. Armeekorps hatte auf dem rechten Flügel die IX. Division (von Sandrart) die Verteidigungslinie vom Park von Sankt Cloud bis zur Parkmauer von Buzanval, links davon die X. Division (von Schmidt) die Linie von Buzanval über La Jonchere bis zur Seine besetzt. Die Hauptreserven der beiden Divisionen standen auf dem Plateau von Jardy und bei Beauregard. – Auf dem feindlichen rechten Flügel gingen um zehneinhalb Uhr zwölf Bataillone gleichzeitig gegen die ganze Front der X. Division, von Buzanval bis zur Seine, vor; starke Reserven folgten. Eine zahlreiche Feldartillerie, unterstützt durch das Feuer der schweren Geschütze des Forts Valerien, leitete den Angriff der feindlichen Infanterie ein. Es gelang dieser jedoch, trotz wiederholter Anläufe nicht, auch nur bis zur ersten Verteidigungslinie der X. Division vorzudringen. Die vordersten Bataillone des Angreifers wichen vor dem mörderischen Feuer der preußischen Infanterie zurück, und die nachfolgenden Kolonnen gerieten in Unordnung durch das wohl gezielte Feuer von vier bei Sankt Michel etablierten Batterien, so wie namentlich durch das Flankenfeuer von vier Batterien des IV. Armeekorps und einer Batterie der Gardelandwehrdivision, welche auf dem rechten Seineufer zur Unterstützung herbeigeeilt waren und bei Carrieres eine sehr vorteilhafte Aufstellung gewonnen hatten. Die enormen Verluste, welche die Infanterie des französischen rechten Flügels erlitt, zwangen den Feind am Nachmittage, alle Unternehmungen auf dieser Seite aufzugeben. Der Kampf beschränkte sich von drei Uhr ab auf ein Tirailleurgefecht, welches mit dem Dunkelwerden allmählich verstummte. Vor der Front der IX. Division entwickelte der Feind um zehn Uhr eine Division, welche gegen Montretout und den Höhenrücken von Buzanval anrückte. Die vorgeschobenen Posten zogen sich auf die Hauptstellung zurück; auch die vor der Front der letzteren liegende Montretout – Schanze mußte, als sie von allen Seiten, selbst in der Kehle, angegriffen wurde, aufgegeben werden. Der Feind besetzte diese Schanze, den Höhenrücken westlich derselben und den Park von Buzanval und ging zum weiteren Angriffe in der Richtung auf Garches vor. Troß aller Anstrengungen gelang es ihm jedoch nicht, vorwärts Terrain zu gewinnen. Das Dorf Garches und die Bergerie blieben im Besitze der IX. Division, welche hier die wiederholten, mit immer neuen Kräften unternommenen Angriffe des Feindes blutig zurückwies. Um drei Uhr Nachmittags ließ Generalleutnant von Sandrart, welcher ein Bataillon vom XI. Armeekorps zur Unterstützung erhalten hatte, zum Angriffe übergehen, um den Feind aus den vorliegenden Positionen wieder zu vertreiben. Die Höhen von Garches wurden erstürmt, dagegen reichten die vorhandenen schwachen Kräfte zunächst nicht aus, dem Feinde den Park von Buzanval und die Montretout – Schanze, wohin starke Reserven nachgerückt waren, wieder zu entreißen. Erft um neun Uhr Abends in der Dunkelheit gelang es, die Höhe und die Schanze von Montretout wieder in Besitz zu nehmen; der Feind verließ dieselben beim Anrücken der Angriffskolonnen. Gleichzeitig wurde der Ort Sankt Cloud. wo der Feind ebenfalls eingedrungen war, nach hartnäckigem Kampfe bis auf wenige Häuser zurück erobert.“

Die Schlacht von Sankt Quentin wurde heute siegreich von unserem General August von Goeben geschlagen. Im Jahre 1871 stellte er die gallische Nordarmee zum Kampf und schlug diese entscheiden, obwohl er mit seinen 32,000 Recken gegenüber deren 40,000 Kriegsknechte sich deutlich in der Unterzahl befand. Die Gallier büßten 14,000 ihrer Kriegsknechte ein und wir Deutschen erlitten einen Verlust von 2500 Mann. Wie unser General von Goeben das genau angestellt hat, lesen wir bei Moltke dem Älteren nach: https://archive.org/details/bub_gb_49waAAAAMAAJ

„Während auf der südlichen Hälfte des Gefechtsfeldes das Gefecht diese Wendung nahm, waren auch auf der nördlichen die Angriffe fortgesetzt worden. Schon um zwei Uhr hatte von Roupy aus das Regiment Nummer XXVIII auf der Strafe von Ham das Gehöft L’Epine-de-Dallon erstürmt, und fast gleichzeitig rückte auch die Infanterie des Grafen von der Groeben zu erneuter Offensive vor. Während zur Rechten einige Kompanien der Regimenter Nummer IV und Nummer XLIV die aus dem größeren Waldstücke hervortretenden Abteilungen der Franzosen abwehrten, brach Major von Elpons mit sechs Kompanien Konprinzgrenadieren aus Holnon und Selency gegen Francilly vor und drang trotz des heftigen Feuers der Verteidiger in dies vielumstrittene Dorf ein, wo zahlreiche Gefangene gemacht wurden. Als aber dann die Ostpreußen südlich der Römerstraße weiter vorrückten, hatten sie ihrerseits einem ernstlichen Angriff zu begegnen. Zum Schutze ihrer bedrohten Rückzugslinie rückte gegen sie abermals die Brigade Michelet aus Fayet, außerdem aber jetzt auch noch die Brigade Pauly von Gricourt gegen Moulin Coutte vor. Diese inzwischen durch Artillerie verstärkte Stellung wurde jedoch durch das Regiment Nummer XLIV standhaft behauptet, und indem die Grenadierkompanien links gegen die Römerstraße einschwenkten, auch hier der feindliche Angriff abgeschlagen. Unterdessen hatte bereits die XXIX. Brigade, gefolgt von der XXX., den Vormarsch in der Richtung auf Sankt Quentin angetreten, zur Rechten das Regiment Nummer XXXIII, zur Linken das Regiment Nummer LXV. Letzteres setzte sich nun vollständig in den Besitz des größeren Waldstückes, und 48 Geschütze fuhren zu beiden Seiten des Weges von Savy auf. Das weitere Vordringen wurde von der Infanterie wegen des heftigen Granatfeuers der Franzosen in Kompaniekolonne und selbst in entwickelter Linie ausgeführt. Aber die Brigaden Lagrange und Isnard warteten den Stoß nicht mehr ab, sondern zogen sich unter Verlust eines Geschützes um vier Uhr gegen Sankt Quentin zurück. Ihre Artillerie nahm zwar nochmals Aufstellung bei Rocourt, mußte selbige aber bereits um fünf Uhr wieder aufgeben, und nun beschränkten die Franzosen sich auf die Verteidigung der verbarrikadierten Eingänge der Vorstadt Sankt Martin. Gegen diese fuhren sechs preußische Batterien auf, und die XXIX. Brigade führte eine Zeit lang ein stehendes Feuergefecht gegen die stark besetzten Baulichkeiten und Gärten, dann aber drangen von Rocourt her mehrere Kompanien in die Vorstadt ein, wo noch der Straßenkampf fortdauerte, als von Süden her bereits Oberstleutnant von Hüllessem über die Kanalbrücke in die Stadt selbst gelangt war.“

Für unsere Siegesfeier habe ich mir Ernst Moritz Arndts Kriegslied „O Du Deutschland ich muß marschieren“ ausgesucht, weil unsere I. Armee sich auf dem Weg nach Sankt Quentin ganz schön beim Marschieren ran halten mußte: https://www.youtube.com/watch?v=RPkzUDhMGXA

„O du Deutschland, ich muß marschieren,

o du Deutschland, du machst mir Mut!

Meinen Säbel will ich schwingen,

meine Kugel, die soll klingen,

gelten soll’s des Feindes Blut.

Nun ade, fahr wohl, feins Liebchen!

meine nicht die Äuglein rot.

Trage dieses Leid geduldig,

Leib und Leben bin ich schuldig,

es gehört zum Ersten Gott.

Nun ade, herzlieber Vater!

Mutter, nimm den Abschiedskuß!

Für das Vaterland zu streiten,

mahnt es mich nächst Gott zum Zweiten,

daß ich von euch scheiden muß.

Auch ist noch ein Klang erklungen

mächtig mir durch Herz und Sinn:

Recht und Freiheit heißt das Dritte,

und es treibt aus eurer Mitte

mich in Tod und Schlachten hin.

O wie lieblich die Trommeln schallen

und die Hörner blasen drein!

Fahnen wehen frisch im Winde,

Roß und Männer sind geschwinde,

und es muß geschieden sein.

O du Deutschland, ich muß marschieren,

o du Deutschland, du machst mir Mut!

Meinen Säbel will ich schwingen,

meine Kugel, die soll klingen,

gelten soll’s des Feindes Blut!“

Die Schlacht an der Lisaine wurde am heutigen Tage im Jahr 1871 von unserem August von Werder geschlagen. Die Welschen haben dort eine weitere schwere Niederlage erlitten. Denn eigentlich wollten sie mit ihrer 150,000 Mann starken Ostarmee unsere Belagerung von ihrer Festung Belfort sprengen, vermochten aber unser XIV. Armeekorps nicht aus seinen Stellungen zu verdrängen, obwohl es nur über 37,000 Mann verfügte. Die Gallier erlitten einen Verlust von 8000 Mann, dem auf deutscher Seite eine Einbuße von 2000 Mann gegenüberstand. Und damit nicht genug: Unsere Südarmee nahm umgehend die Verfolgung der abgekämpften Welschen auf und am Ende wußten sich diese nur noch mit einer Flucht in die Schweiz zu helfen. Zur Feier des Tages suche ich mir Arndts schönes altes Kriegslied „O du Deutschland ich muß marschieren“ aus, da unsere Südarmee ganz schön marschieren mußte, um den fliehenden Galliern den Rückzug verlegen zu können: https://www.youtube.com/watch?v=yf5U-UlEACk

„O du Deutschland, ich muß marschieren

o du Deutschland, du machst mir Mut

Meinen Säbel will ich schwingen

meine Kugel die soll klingen

gelten soll’s des Feindes Blut

Nun ade, fahr wohl, Feinsliebchen

Wein nicht die Augen rot

trage dieses Leid geduldig

Leib und Leben bin ich schuldig

es gehört zum Erstern Gott

Nun ade, herzliebster Vater

Mutter, nimm den Abschiedskuß

Für das Vaterland zu streiten

mahnt es mich nächst Gott zum Zweiten

daß ich von euch scheiden muß

Auch ist noch ein Klang erklungen

mächtig mir durch Herz und Sinn

Recht und Freiheit heißt das dritte

und es treibt aus eurer Mitte

mich in Tod und Schlachten hin

O wie lieblich die Trommeln schallen

und die Hörner blasen drein

Fahnen wehen frisch im Winde

Roß und Männer sind geschwinde

und es muß geschieden sein

O du Deutschland ich muß marschieren

o du Deutschland, du machst mir Mut

Meinen Säbel will ich schwingen

meine Kugel, die soll klingen

gelten soll’s des Feindes Blut“

Dazu trage ich einen weiteren kleinen Auszug aus Moltkes Geschichte des gallischen Krieges von 1870-71 vor: https://archive.org/details/bub_gb_49waAAAAMAAJ

„Am 26. rückte dann die Avantgarde des II. Korps gegen Salins vor. Die bei der Stadt hochgelegenen Forts Sankt Andre und Velin wenden zwar die Front gegen die Schweiz, aber ihr Feuer beherrscht auch das Gelände nach Süd und West in der Anmarschrichtung des Gegners. Salins bildet einen starken Sperrpunkt auf der Straße nach Sankt Laurent und schützte, solange es behauptet wurde, zugleich die Rückzugsstraße der von Besancon nach Pontarlier marschierenden Kolonnen. Die beiden Feldbatterie der Avantgarde konnten natürlich gegen die schweren Geschütze der Forts wenig ausrichten, aber die Füsiliere des Regiments Nummer II gingen sprungweise in kleinen Abteilungen in dem engen Felsentale vor, erstiegen die schroffen Seitenwände und drangen, unterstützt durch beide Grenadierbataillone, freilich mit Verlust von drei Offizieren und 109 Mann, um zweieinhalb Uhr in den Bahnhof und die Vorstadt Sankt Pierre ein. Bald darauf langte auch über Sankt Thiebaud General von Koblinski mit dem Regiment Nummer XLII dort an. Da auf Vorstellung des Maires der Kommandant Abstand davon genommen hatte, die Stadt zu beschießen, konnte die Avantgarde dort Quartiere beziehen, das Gros der III. Division aber zog sich aus dem Feuer des Forts nach Mouchard zurück, und das Defilee blieb für weitere Durchmärsche geschlossen. Es mußte südlich umgangen werden. In dieser Richtung war auch bereits die IV. Division nach Arbois und mit ihrer Spitze bis Pont-d’Hery marschiert, sie fand zur Rechten Poligny und Champagnole noch unbesetzt. Das VII. Korps hatte auf beiden Seiten des Doubs aufgeklärt und den Feind bei Busy wie bei Vorges in fester Haltung gefunden. Die IV. Reservedivision rückte auf dem südlichen Ufer bis Sankt Juan d’Adam an Besancon heran, der Rest des XIV. Korps nach Etuz und Marnay. Die Nachrichten, welche von General von Kettler über seine Gefechte am 21. und 23. einliefen, bestimmten General von Manteuffel zu einer neuen Unternehmung gegen Dijon. Er beauftragte damit den General Hann von Weyhern und unterstellte demselben außer der VIII. Brigade die Truppen des Obersten von Willisen und die badische Brigade von Degenfeld. Auf französischer Seite war schon am 24. General Breffolles, dem erhaltenen Befehle gemäß, aufgebrochen, um die Doubs-Übergänge und die Lomont-Pässe wieder zu besetzen. Zunächst hatte er sich mit der Division d’Aries gegen Baume gewendet; nachdem es aber dieser nicht gelungen war, auch nur die Vorposten des Gegners aus Pont-les-Moulins zu vertreiben, ging sie nach Vercel zurück. Infolge dessen zog am 26. früh die Division Carre, welche die Eingänge des Lomont unbesetzt gefunden hatte, ebenfalls nach Pierre Fontaine ab. Die Division Comagny war bereits nach Morteau zurückmarschiert und setzte ihren Weg nach Pontarlier unbekümmert fort. General Bourbaki war durch dieses Weichen seines rechten Flügels lebhaft beunruhigt, mehr vielleicht als nötig, denn tatsächlich stand nördlich nur eine feindliche Division, welche höchstens seine Nachhut nach Pontarlier hindrängen konnte, während im Westen die Hauptmacht der Deutschen ihn weit ernstlicher bedrohte. Nichtsdestoweniger befahl er noch für den 26. ein erneutes Vorgehen des 24. Korps, welches nun auch noch durch das 18. unterstützt werden sollte. Aber der Durchzug des letzteren durch Besancon auf dem Glatteis bedeckten Straßen nahm den ganzen, für den Angriff bestimmten Tag in Anspruch, so daß aus dieser Unternehmung überhaupt nichts mehr wurde. Die Armeereserve hatte Ornans erreicht und sich dort bereitgestellt. Die beiden anderen Divisionen rückten auf der Straße nach Salins vor, erhielten aber schon auf dem Marsche die Nachricht, daß der Ort soeben vom Feinde genommen sei. Sie besetzten nun in Deservillers und Villeneuve-d’Amont die von dort nach Pontarlier führenden Straßen. Inzwischen hatte das Kriegsministerium dem allgemeinen Rückzuge der Armee, ohne Rücksicht auf die zwingenden Verhältnisse, seine Genehmigung entschieden versagt. Den militärischen Dilettantismus, welcher von Bordeaux aus die Heeresbewegungen leiten zu können glaubte, kennzeichnet ein Telegramm vom 25. nachmittags. Als seine „conviction bien arretee“ spricht Herr de Freycinet aus, daß General Bourbaki, wenn er seine Korps versammle und nötigenfalls sich mit Garibaldi verständige, stark genug sei „pour passer soit par Dole, soit par Mouchard, soit par Gray, soit par Pontailler“ (nördlich Auxonne). Die Wahl blieb freigelassen. Noch außerordentlicher war der weitere Vorschlag: wenn der Zustand der Armee denn wirklich einen längeren Marsch nicht erlaube, so solle sie sich in Chagey, doch unzweifelhaft angesichts des ihr folgenden Feindes, auf der Eisenbahn einschiffen. Solche Zumutungen konnten die Zuversicht des tapferen Heerführers nur noch mehr erschüttern. Die Unglücksbotschaften, welche von allen Seiten auf ihn einstürmten, und der Zustand der Truppen, wie er ihn beim Durchzuge des 18. Korps eben erst gesehen, raubten ihm die letzte Hoffnung und brachten ihn zu dem Versuche, sich das Leben zu nehmen. An dem gänzlichen Mißlingen des von Freycinet geplanten Feldzuges mußte natürlich der Führer desselben schuld sein, auch war schon sein Absetzungsdekret unterwegs. General Clinchant wurde mit dem Oberbefehl betraut. Er trat denselben unter den denkbar ungünstigsten Verhältnissen an.“

Mit unserem Franz Grillparzer hat heute einer unserer großen deutschen Dichter Geburtstag, dem wir zahlreiche Bühnenstücke, einige Erzählungen und viele Gedichte verdanken. In unserer alten Hauptstadt Wien erblickte er 1791 das Licht der Welt. Sein Vater war Rechtsanwalt und seine Mutter eine Tondichtertochter. Er hat an der Wiener Universität die Rechtslehre studiert und war anschließend im österreichischen Staatsdienst tätig. Nebenher wirkte er als Dichter und hatte schon zu Lebzeiten großen Erfolg. „Die Ahnfrau“, „Sappho“, „Das goldene Vlies“, „König Ottokars Glück und Ende“, „Ein treuer Diener seines Herrn“, „Des Meeres und der Liebe Wellen“, „Weh dem, der lügt!“ oder „Ein Bruderzwist in Habsburg“ heißen seine Bühnenwerke. „Das Kloster bei Sendomir“ und „Der arme Spielmann“ nennen sich Geschichten und seine Gedichte sind wahrhaft Legion. Das Lustspiel „Weh dem, der lügt“ habe ich mir ausgesucht. Die Vorlage dafür ist in der Fränkischen Geschichte des Gregor von Tours zu finden: http://www.zeno.org/Literatur/M/Grillparzer,+Franz/Dramen/Weh+dem,+der+l%C3%BCgt!

Leon.

Ich muss den Bischof durchaus sprechen, Herr!

Hausverwalter.

Du sollst nicht, sag ich dir, verwegner Bursch!

Leon.

Seht Ihr? ich zieh vom Leder, weicht Ihr nicht.

Teilt Sonn‘ und Wind, wir schlagen uns, Herr Sigrid.

Hausverwalter (nach dem Vorgrunde ausweichend).

Zu Hilfe! Mörder!

Leon.

’s ist mein Scherz ja nur.

Doch sprechen muss ich Euch den Bischof, Herr.

Hausverwalter.

Es kann nicht sein, jetzt in der Morgenstunde

Geht er lustwandeln hier und meditiert.

Leon.

Ei, meditier‘ er doch vor allem erst auf mich

Und mein Gesuch, das liegt ihm jetzt am nächsten.

Hausverwalter.

Dein Platz ist in der Küche, dahin geh!

Leon.

So? In der Küche, meint Ihr? Zeigt mir die!

Wenn eine Küch‘ der Ort ist, wo man kocht,

So sucht Ihr sie im ganzen Schloss vergebens.

Wo man nicht kocht ist keine Küche, Herr,

Wo keine Küche ist kein Koch. Das, seht Ihr?

Wollt‘ ich dem Bischof sagen; und ich tu’s,

Ich tu’s fürwahr, und säht Ihr noch so scheel.

Pfui Schande über alle Knauserei!

Erst schickten sie den Koch fort, nun, da meint‘ ich,

Sie trauten mir so viel, und war schon stolz,

Doch als ich anfing meine Kunst zu zeigen,

Ist alles viel zu teuer, viel zu viel.

Mit Nichts soll ich da kochen, wenn auch nichts.

Nur gestern noch erhascht‘ ich ein Stück Wildbret,

So köstlich als kein andres, um ’nen Spottpreis,

Und freute mich im voraus, wie der Herr sich,

Der Alte, Schwache, laben würde dran.

Ja, prost die Mahlzeit! Musst‘ ich’s nicht verkaufen,

An einen Sudelkoch verhandeln mit Verlust;

Weil’s viel zu teuer schien, gar viel zu kostbar.

Nennt Ihr das Knauserei? wie, oder sonst?

Hausverwalter.

Man wird dich jagen, allzu lauter Bursch!

Leon.

Mich jagen? Ei, erspart Euch nur die Müh‘!

Ich geh von selbst. Hier, meine Schürze, seht!

Und hier mein Messer, das Euch erst erschreckt,

So werf ich’s hin und heb es nimmer auf.

Sucht einen andern Koch für eure Fasten!

Glaubt Ihr, für Geld hätt‘ ich dem Herrn gedient?

Es gibt wohl andre Wege noch und bessre,

Sich durchzuhelfen, für ’nen Kerl wie ich.

Der König braucht Soldaten, und, mein Treu!

Ein Schwert wär‘ nicht zu schwer für diese Hand.

Doch sah ich Euern Bischof durch die Straßen

Mit seinem weißen Bart und Lockenhaar,

Das Haupt gebeugt von Alterslast,

Und doch gehoben von — ich weiß nicht was,

Doch von was Edlem, Hohem muss es sein;

Die Augen aufgespannt, als säh‘ er Bilder

Aus einem andern, unbekannten Land,

Die allzugroß für also kleine Rahmen:

Sah ich ihn so durch unsre Straßen ziehn,

Da rief’s in mir: dem musst du dienen, dem,

Und wär’s als Stallbub. Also kam ich her.

In diesem Haus, dacht‘ ich, wär‘ Gottesfrieden,

Sonst alle Welt im Krieg. Nun da ich hier,

Nun muss ich sehn, wie er das Brot sich abknappt,

Als hätt‘ er sich zum Hungertod verdammt,

Wie er die Bissen sich zum Munde zählt.

Mag das mit ansehn, wer da will, ich nicht.

Hausverwalter.

Was sorgst du mehr um ihn, als selbst er tut?

Ist er nicht kräftig noch für seine Jahre?

Leon.

Mag sein! Doch ist’s was andres noch, was Tiefers.

Ich weiß es manchmal deutlich anzugeben,

Und wieder manchmal spukt’s nur still und heimlich.

Dass er ein Bild mir alles Großen war

Und dass ich jetzt so einen schmutz’gen Flecken,

Als Geiz ist, so ’nen hämisch garst’gen Klecks,

Auf seiner Reinheit weißem Kleide seh,

Und sehen muss, ich tu auch, was ich will;

Das setzt mir alle Menschen fast herab,

Mich selber, Euch; kurz alle, alle Welt,

Für deren Besten ich so lang ihn hielt,

Und quält mich, dass ich wahrlich nicht mehr kann.

Kurz, ich geh fort, ich halt’s nicht länger aus.

Hausverwalter.

Und das willst du ihm sagen?

Leon.

Ja, ich will’s.

Hausverwalter.

Du könntest’s wagen?

Leon.

Ei, wohl mehr als das.

Er soll sich vor mir reinigen, er soll

Mir meine gute Meinung wieder geben,

Und will er nicht; nun wohl denn, Gott befohlen!

Pfui Schande über alle Knauserei!

Hausverwalter.

Des wagst du ihn zu zeihn, den frommen Mann?

Weißt du denn nicht, dass Arme, Blinde, Lahme

Der Säckel sind, dem er sein Geld vertraut? …“

So großartig war unser altes deutsches Reich, daß man noch nicht einmal dessen unfähigsten Herrscher, Karl den Dicken, gegen die liberalen Handpuppen der Amerikaner (oder die kommunistischen Handpuppen der Russen) eintauschen möchte. Unser Kaiser Karl III. hat sich nämlich immerhin gegen die Wikinger zu wehren versucht und als ihm das Mißlang diesen Geld für den Abzug gezahlt. Die gegenteilige Vorgehensweise der liberalen Amerikanerhandpuppen im deutschen Rumpfstaat sollte bekannt (und das Volk ist ihm auch nicht weggelaufen, weshalb er sein Reich auch nicht einmauern mußte). Heimgegangen ist unser Kaiser Karl 888, nachdem er 876 den deutschen Thron bestiegen hat. Er war der Sohn Ludwigs des Deutschen und der Emma von Regensburg. Da seine Brüder und sein Neffe vor ihm heimgegangen sind, konnte er 885 noch einmal das Reich Karls des Großen vereinigen. Jedoch erhob sich schon 887 Arnulf von Kärnten gegen ihn. Kinder gingen aus der Ehe mit Richardis nicht hervor. Einen natürlichen Sohn, Bernhard genannt, hatte er jedoch von einem Kebsweib. Doch war es diesem nicht beschieden, den väterlichen Thron zu behaupten. Die Totenmesse von unserem Johann Christian Bach suche ich mir für unseren Kaiser Karl aus: https://www.youtube.com/watch?v=wV6GPhg80ok Dazu lesen wir in den Jahrbüchern von Fulda und Xanten vom Heimgang von Karls Bruder Ludwig: https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10015821_00001.html

„König Ludwig feierte den Geburtstag des Herrn in Forchheim; von dort zog er nach Bayern, um Karlmann zu besuchen, welcher an einer schweren Krankheit darniederlag; er hatte nämlich von einem Schlagfluß getroffen den Gebrauch der Sprache verloren. Und daselbst empfing er die Edlen dieser Gegend die zu ihm kamen, in solchem Verhältnis nämlich, daß nach Karlmanns Tod sie keinen anderen zum König über sich annähmen oder herrschen ließen; von da aufgebrochen feierte er Ostern in Frankfurt. Ludwig, König Karls Sohn verschied am 11. April in Pfalz Compiegne und ist daselbst begraben. Als dies der König erfahren hatte, zog er mit großer Heeresmacht nach Gallien und kam bis Verdun‘. Aber das Heer welches ihm folgte legte sich, weil sie von den Bürgern die notwendigen Lebensmittel nicht kaufen konnten, auf Plünderung und verwüstete fast die ganze Stadt. Nachdem der König einige seiner Getreuen jenseits des Maas Flusses zu den Edlen jener Gegend gesandt hatte, kehrte er nach Franken zurück und kam nach Mainz und von da nach Frankfurt und empfing daselbst Crambert, einen Grafen aus Bayern, und einige andere, die zu ihm kamen, weiche Arnulf wegen eines zwischen ihnen und seinem Vater Karlmann ausgebrochenen Zwiespaltes ihrer Würden entsetzt und sie aus dem Reich verjagt hatte, Ihretwegen nach Bayern gereist brachte der König die Uneinigen einigermaßen zur Eintracht und setzte sie in die alte Würde ein. Hierdurch stieß der König bei Einigen an, als hätte er seines Eides schlecht gewahrt. Anders denken darüber die welche um diesen Eidschwur wissen! nämlich Karlmann, welcher der ältere war, verpflichtete sich zuerst unter den Brüdern durch einen Eid und versprach Alles was in jenem Schwur begriffen war zu halten, darauf schwur Ludwig in denselben Ausdrücken zwar, aber derartig, daß wenn Karlmann was er versprach unverletzt halte, er seinerseits dasselbe fest beobachten würde. Aber weil ja Karlmann bei der Teilung des Langobardenreiches seinen Eid nicht geachtet hatte, machte er unzweifelhaft Ludwig von seinem Eid frei und dieser ist deswegen der Beschuldigung eines Meineids nicht ausgesetzt. Karlmann aber ließ endlich Ludwig zu sich holen, und weil er nicht sprechen konnte, empfahl er ihm schriftlich sich seine Gemahlin seinen Sohn und das ganze Reich. Ihm setzte der König Bistümer Abteien und Grafschaften zum Dienst aus, und kehrte als er nach Gutdünken in dem Lande Anordnungen getroffen hatte nach Franken zurück. Inzwischen übte Hugo, Lothars Sohn von Waldrada, in Gallien die Tyrannis aus. Gegen ihn ordnete der König einige seiner Getreuen ab, um ihn von dort zu verjagen. Diese kamen an und belagerten einige von jenes Leuten in einem Kastell bei Verdun, welche sie nach Eroberung des Kastells teils töteten teils in die Verbannung schickten, zum Teil auch mit abgerissener Haut und Haaren, in großem Schimpf von da verjagten, und das Kastell zerstörten.“

Unser Reichsmarschall Hermann Göring hat heute Geburtstag. Im bayrischen Rosenheim wurde er 1893 geboren. Er trat 1912 in unser deutsches Heer ein. Im Vierjährigen Krieg kämpfte er anfangs beim Fußvolk und ging 1915 zu den Fliegern. Er erzielte 22 Abschüsse, wofür er den Blauen Verdienstorden Friedrichs des Großen verliehen bekam. In den düsteren Tage der Novemberverbrecher setzte er für den Autobahnbau ein. Im Jahre 1933 begann er mit dem Neubau unserer deutschen Luftwaffe und wurde 1935 zu deren Oberbefehlshaber ernannt. Er zog fähige Befehlshaber wie unsere Feldmarschälle Albert Kesselring und Wolfram von Richthofen in seinen Dienst und die Abschußzahlen seiner Jagdflieger und Bomber sind unerreicht, wie ein Blick auf die Bestenlisten des Sechsjährigen Krieges zeigt. Seine Leistung ist umso höher zu werten, weil er unsere deutsche Luftwaffe geradezu aus dem Nichts wieder erschaffen mußte. Heer und Flotte führten nach dem Vierjährigen Krieg immerhin noch ein Schattendasein und konnten ihre Auferstehung heimlich still und leise wieder vorbereiten. Obendrein wurde unsere deutsche Luftwaffe – wie unser Heer und unsere Kriegsmarine – nicht für einen baldigen Krieg aufgebaut und war daher 1939 noch keinesfalls fertig. Dennoch konnte sie den Landfeinden die Luftherrschaft entreißen und deren Truppen am Boden zerschmettern. Daß sie im darauffolgenden Abnutzungskrieg der feindlichen Übermacht erlegen ist, kann man unserem Hermann Göring nur bedingt zur Last legen. Da die Landfeinde über fast unbegrenzten Nachschub an Menschen, Rohstoffen und Kriegsgerät verfügten. Tadeln muß man aber den Unfug von Dünkirchen und an der Wolga und die Aufstellung der Luftwaffe-Felddivisionen, mit deren Mannschaften man besser unsere ausgebluteten Heeresdivisionen aufgefüllt hätte. Neben dem Blauen Verdienstorden Friedrichs des Großen erhielt unser Hermann Göring noch das Eiserne Kreuz (samt dem Großkreuz), das Ritterkreuz und den Hausorden der Hohenzollern. Er schloß zwei Ehen. Seine erste mit Carin von Fock und seine zweite mit Emmy Sonnemann, die ihm die Tochter Edda schenkte. „Flieger sind Sieger“ suche ich mir für unsere heutige Geburtstagsfeier aus: https://www.youtube.com/watch?v=t0tmI6fS0WM

Wir jagen durch die Lüfte

Wie Wotans wildes Heer,

Wir schau’n in Wolkenklüfte

Und brausen über’s Meer.

Hoch tragen uns die Schwingen

Wohl über Berg und Tal,

Wenn die Propeller singen

Im ersten Morgenstrahl.

Flieger sind Sieger,

sind allezeit bereit,

Flieger sind Sieger

für Deutschlands Herrlichkeit.

Uns kümmert kein Gewitter,

Uns schert nicht Tag und Nacht,

Wir sind des Reiches Ritter

Und halten treue Wacht.

Es singen die Propeller

Ein stolzes, starkes Lied,

Sie singen hell und heller

Vom Sieg, der mit uns zieht.

Flieger sind Sieger,

sind allezeit bereit,

Flieger sind Sieger

für Deutschlands Herrlichkeit.

Und starten unsere Ketten

Zum Flug nach Engeland,

Kein Wunder soll es retten,

Frisch dran mit Herz und Hand.

Nach England woll’n wir fliegen,

Glück ab, mein Kamerad,

Bis sie am Boden liegen

Und Deutschland Frieden hat.

Flieger sind Sieger,

sind allezeit bereit,

Flieger sind Sieger

für Deutschlands Herrlichkeit.“

In seinem Buch „Aufbau einer Nation“ berichtet uns unser Hermann Göring noch ein wenig vom Autobahnbau: https://archive.org/details/GoeringHermannAufbauEinerNation193461Doppels.ScanFraktur

Zehn Monate regiert Hitler Deutschland. Wie kurz die Zeit, und doch wie unsagbar groß das Geschaffene. Wie zahllos die Ereignisse. In wenigen Monaten ist geglückt, wozu wir glaubten, Jahre zu brauchen. Auf allen Gebieten ist der Aufstieg erfolgt. Überall ist es vorangegangen. Der deutsche Bauer, der noch vor wenigen Monaten rechtlos war, täglich gewärtig, Haus und Hof verlassen zu müssen, steht wieder fest auf seinem angestammten Grund und Boden. Sein Land ist nicht länger mehr Handelsware, ist herausgenommen aus dem spekulativen Wuchertum und ist wieder festgefügt als heilige Erde. Eine gewaltige Schlacht gegen die Arbeitslosigkeit ist erfolgreich im Gange. Fast sieben Millionen Arbeitslose sahen mit verzweifelten Augen und voller Erwartung auf Adolf Hitler. Heute, nach 10 Monaten, ist fast die Hälfte in Arbeit und Brot. Fürwahr, eine einzig dastehende, unerhörte Leistung Adolf Hitlers. Das allgemeine Vertrauen ist erwacht und trägt in der Hauptsache zu neuer Arbeitsbeschaffung bei, unterstützt wird sie aber durch die tatkräftigen Förderungen der Regierung. Tausende Kilometern neuer großer Autostraßen sind geplant, ihr Bau hat bereits begonnen; neue Kanäle sollen entstehen, die Autosteuer ist weggefallen, Versicherungsprämien gesenkt, tausende und abertausende neue Autos werden täglich gebaut. Die Hauszinssteuer ist fruchtbringend in die Arbeitsbeschaffung eingebaut. Die vollständig korrupte und fast schon vernichtete Sozialversicherung ist durch ein großzügiges Gesetz beseitigt, die Versicherung gerettet und für ihre Mitglieder wieder tätig geworden. Theater, Film, Musik und Zeitungswesen sind vom jüdischen Geist befreit und von allem zersetzenden Einfluß gereinigt. Eine neue Blüte auf allen Zweigen des kulturellen Lebens hat eingesetzt. Bewegung und Staat sind in gemeinsamer nationalsozialistischer Weltanschauung eins geworden. Partei und SA liegen fest verankert in der Reichsregierung und sichern somit eine stetige und ungestörte Entwicklung. Das Wichtigste aber von allem und das Schönste und Höchste zugleich ist Tatsache geworden, Hitler hat das unmöglich scheinende Wirklichkeit werden lassen: aus der Vielseitigkeit und Zerrissenheit des Volkes, aus seinen Klassen und Parteien hat er ein einziges Volk geschaffen. Was bisher in der deutschen Weltgeschichte höchstens Traum war, ist stärkste Realität geworden. Von 42 Millionen wahlberechtigter Menschen haben sich 40 Millionen zu einer einzigen Einheit bekannt, ein wunderbares Ereignis, eine herrliche Ernte dessen, was Adolf Hitler einst gesät hat. Der 12. November 1933 wird für alle Zeiten der größte deutsche Ruhmestag bleiben. Erst kürzlich hat Hitler die unvergänglichen Worte gesprochen: „Der 12. November hat nicht allein bewiesen, daß 40 Millionen Deutsche mit der Regierung eins sind, hat nicht allein bewiesen, daß die überwältigende Mehrzahl Deutschlands hinter der Politik seiner Reichsregierung steht, sondern der 12. November hat in erster Linie gezeigt, daß Deutschland wieder anständig und ehrlich geworden ist.“ Der 12. November hat bewiesen, daß Adolf Hitler recht gehabt hat, wenn er immer wieder betonte: der Kern des Volkes ist gesund, ich glaube an mein Volk, und dies Volk wird einst der Welt zeigen, daß es sich besonnen und wieder aufgereckt hat. – Der 12. November rechtfertigte Adolf Hitlers Glauben an sein deutsches Volk.“